Ausstellung zu "Langemarckstraßen - in Freiburg und anderswo" im Stadtarchiv Freiburg
Die interessante Wanderausstellung mit dem Titel: "Langemarckstraßen - in Freiburg und anderswo" beginnt mit der Ausstellungseröffnung am Mittwoch, den 25.02.2026 um 17.00 Uhr in den Räumlichkeiten des Freiburger Stadtarchives am neuen Messplatz 5A.
Öffnungszeiten der Ausstellung:
montags, dienstags und donnerstags von 10.00 bis 16.00 Uhr sowie
mittwochs von 10.00 bis 18.00 Uhr.
Öffentliche Führungen finden jeweils mittwochs um 15.00 Uhr statt.
Der Eintritt ist frei; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die Ausstellung ist bis zum 16. Juni im Stadtarchiv zu sehen.
Hier der Text der Website der Stadt Freiburg:
„Langemarckstraßen – in Freiburg und anderswo“
Lange gerade Straße, dahinter Häuser, davor Rebfläche.
Seit 1934 heißt diese zentrale Achse des Wohngebiets Unterwiehre „Westlich der Merzhauser Straße“ „Langemarckstraße“.
Was steckt hinter dem Namen „Langemarckstraße“?
Die Ausstellung „Langemarckstraßen – in Freiburg und anderswo“ im Stadtarchiv beleuchtet die historischen Hintergründe, den Mythos von Langemarck und die Debatten um die Freiburger Straßenbenennung.
Was war in Langemarck?
Am 10. November 1914 griffen deutsche Truppen bei Langemarck in Belgien die alliierte Front an. Mehr als 2000 junge, unerfahrene Rekruten verloren ihr Leben. Aus dem militärischen Scheitern entstand der „Mythos von Langemarck“ als Sinnbild für die vermeintliche Opferbereitschaft der deutschen Jugend.
Gedenkfeiern, Publikationen sowie Denkmäler und Straßenbenennungen in der Nachkriegszeit und während des Nationalsozialismus verankerten ihn dauerhaft im öffentlichen Raum. Noch heute tragen Straßen und Plätze in mehr als 30 deutschen Städten diesen Namen – auch in Freiburg. Seit 1934 heißt die zentrale Achse des Wohngebiets „Westlich der Merzhauser Straße“ „Langemarckstraße“.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Entstehung und Benennung der Freiburger Langemarckstraße sowie die wechselnden öffentlichen Debatten um ihren Namen.
Die Ausstellung entstand als Teil einer Wanderausstellung im Rahmen eines gemeinsamen Erinnerungs- und Friedensprojekts der belgischen Gemeinde Langemark-Poelkapelle, des In Flanders Fields Museum in Ieper/Ypern und der University of Kent. Sie wurde und wird auch in anderen Städten mit Langemarckstraßen gezeigt.
